Eisenbahner unterliegen Münchner Wikinger

Die ESV Herren unterliegen dem Tabellenführer Wikinger München mit 7:11 bei Auswärtsspieltag in Regensburg. Ein harter Kampf um den Sieg mit vielen Nicklichkeiten. Hier der Spielbericht der Partie:

Aufgrund der engen Tabellensituation der Regionalliga Bayern, wurde die Partie zwischen den PSV Wikingern München und dem ESV Ingolstadt zum Topspiel des Tages.

Vom Bully weg machten die Schanzer gleich viel Druck auf die Münchener, die trotz mehrerer ausländischer Spieler in ihren Reihen in große Bedrängnis gerieten.
Das konnte die erste Reihe um Andreas Finkenzeller und Julian Ebner in der 3. sowie in der 6. Minute fabelhaft ausnutzen und auf 0:2 erhöhen.
Folglich nahm das Spiel umso mehr Fahrt auf, als in der 7. Minute die Nummer 30 der Wikinger, welche noch mehrere Auftritte in diesem Spiel haben sollte, auf 1:2 verkürzte und Julian Ebner postwendend die Führung wieder ausbaute.

Die Frustration über den fehlenden Zugriff auf die Schanzer äußerte sich zunehmend in äußerst harten und unfairen Fouls seitens des PSV, welche die Schiedsrichter nur bedingt ahndeten und somit zusehends die Kontrolle verloren.
Vor allem Jaroslav Rezab und Petr Izakovic, das Verteidigungsbollwerk der ersten Reihe, hatten stark unter den teilweise groben Fouls zu leiden, welche dann, nachdem München in der 9. und Ingolstadt in der 12. Minute in Form von Andreas Finkenzeller den alten Vorsprung wiederhergestellt hatten, in der Aktion der Nummer 30 gipfelten.
Petr Izakovic wollte gerade einen aufbauenden Pass aus halbrechter Position spielen, als ein Spieler der Wikinger zuerst einen Stockschlag verübte und als der Ingolstädter den Ball für den Freischlag zurechtlegen wollte, noch einmal mit voller Wucht in die Beine seines Gegenspielers drosch. Glücklicherweise verletzte sich der Schanzer Routinier nur leicht und konnte nach einer kurzen Verletzungspause das Spiel fortsetzen.
Leider bewerteten die Schiedsrichter dieses Foulspiel anders und schickten zudem (aber auch nicht zu Unrecht) Johann Brenner, der zuerst hin zu gelaufen war, um den Freischlag auszuführen, sich dann allerdings den Übeltäter vorknöpfte, für zwei Minuten auf die Strafbank.
Kaum drei Sekunden waren gespielt, die Gemüter hatten sich noch nicht ganz beruhigt, als direkt nach dem Anpfiff ein Spieler der Münchner (Nr. 30) den Verteidiger vor dem Schutzraum mit sich auf den Boden riss. Wiederum erkannten die Schiedsrichter den Schuldigen nicht und schickten vorsichtshalber beide Spieler in eine zwei minütige Pause. Im darauffolgenden 4 gegen 3 der Münchner konnte sich der ESV gut behaupten, kassierte jedoch kurz vor Ablauf der ersten Strafe den 3:4 Anschlusstreffer.

Das Spiel blieb allerdings hitzig und von Fouls geprägt, wodurch auch ein Penalty für die Schanzer knapp vor dem Ende des 1. Drittels ausgesprochen wurde, nachdem der Verteidiger Julian Ebner mit einem überharten Körpereinsatz taktisch geblockt hatte. Jener brachte leider nichts ein, weil Julian Ebner leider aus kurzer Distanz verzog. Die verbleibenden 30 Sekunden Überzahl im ersten Drittel brachten leider nichts ein und so ging der ESV mit einer knappen, aber verdienten Führung in die bitter nötige Pause.

In dieser beruhigten sich fast alle Beteiligten, doch der Kampfeswillen der Schanzer schien nach den vorausgegangen Aktionen einigermaßen erschüttert, sodass München in der dritten Minute des zweiten Drittels ausgleichen konnte.
Jaroslav Rezab konnte dann die Führung erneut herstellen, doch danach drehte der PSV die Partie innerhalb von gut fünf Minuten auch aufgrund der ersatzgeschwächten Verteidigung und eines nicht immer glücklichen Goalies auf 8:5. Das Tor für die Ingolstädter erzielte erneut Andreas Finkenzeller auf Zuspiel von Jaroslav Rezab.

Man könnte denken, dass das Spiel sich inzwischen einigermaßen beruhigt hätte, aber wiederum nach einem Sprung in den Rücken des Angreifers und anschließenden „netten“ Worten bekam der ständige Missetäter mit der Nr. 30 seine hart verdienten 2 + 10 Minuten.
Aus der resultierenden  Überzahl  Situation konnte der ESV kein Kapital schlagen, allerdings hielt die überragende erste Reihe mit einem sehenswerten Tor von Jaroslav Rezab in den Knick den Glauben an eine glückliche Wendung für die Ingolstädter am Leben.

Kurz vor Ende des 2. Drittels musste dann noch Jonas Ringelhann wegen einer harten, aber dennoch fairen Entscheidung des Schiedsrichtergespanns nach einem übermotiviertem Körpereinsatz auf die Strafbank.

Das dritte Drittel begann deutlich ruhiger, vielleicht dem Umstand der noch andauernden 10‘-Strafe geschuldet, und nach 6 Minuten hatten die Münchner durch zwei weitere Tore auf 10:6 erhöht. Andreas Finkenzeller, der an diesem Vormittag durch 5 Tore und eine Vorlage glänzte, konnte zwar noch auf 10:7 verkürzen, dennoch blieb es trotz zahlreicher guter Möglichkeiten dabei, bis der PSV nach einem Konter die offene Verteidigung der Schanzer mit dem 11:7 bestrafte, was gleichzeitig der Endstand war.

FAZIT:

Der ESV bestraft sich selbst durch zu viele nicht genutzte Chancen, wurde aber auch häufig durch das fehlende Eingreifen der Schiedsrichter (und manchmal auch des Goalies) in seinem Spiel gestört. Die erste Reihe glänzte durch viele schöne Aktionen, brachte aber dann letztendlich für einen Sieg nicht genug Tore zusammen.
Die Verteidigung, die mit Petr Izakovic, Roland Albrecht und Devin Hayes aus zwei nicht gelernten Verteidigern bestand, konnte in manchen Situationen mit der Spielgeschwindigkeit nicht mithalten, auch weil die Stammverteidiger heute größtenteils fehlten.
Zudem muss man sich die Frage stellen, ob bei manchen Spielern der Wikinger im Nikolausstiefel rohes Fleisch anstatt Süßigkeiten versteckt waren.

Glückwunsch zudem auch an den noch U15 spielenden Daniel Riedinger, der durch ein solides Spiel überzeugte, und somit verdient den Wanderpokal des ‚MAN OF THE MATCH‘ erhielt.

Im nächsten Spiel nach der Winterpause im Januar, ebenfalls in Regensburg gegen die SG Nordheim/Augsburg, müssen dann wieder Punkte für die Schanzer her.

Text: Johann Brenner

 

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