Nichts für schwache Nerven

Ingolstadt/Nordheim holt sich im Floorball-Krimi gegen den FC Rennsteig Avalanche den Sieg in der Verlängerung

Zur letzten Vorrundenpartie reisten die Donau-Floorballer Ingolstadt/Nordheim mit nur neun Feldspielern und zwei Torhütern in den Thüringer Wald. Die Gastgeber vom FC Rennsteig empfingen die Bayern hingegen erstmals mit einer fast vollständigen und auskurierten Mannschaft. Für das verletzungsbedingt dezimierte bayerische Team schienen dies daher keine guten Vorzeichen, um den zweiten Tabellenplatz in der zweiten Bundesliga Süd/Ost über die Vorrunde zu retten.

Umso überraschter war man als sich die Gastgeber anfangs konsequent in die eigene Spielhälfte stellten und den Gästen viel Platz zum Spielaufbau und wenig Laufarbeit abrangen. Die Taktik der Thüringer ging zunächst auf. So scheiterten die Schützen der Donau-Floorballer immer wieder entweder an dem dicht stehenden Verteidiger oder dem Goalie der Gegner.
Der erste Torerfolg verzeichneten nach 14 Spielminuten jedoch die Rennsteiger für sich. Ein unerwarteter Fernschuss von der Mittellinie durch Roger Quentin führte zum ersehnten Ausgleich 20 Sekunden vor der ersten Drittelpause.

Das zweite Drittel gestaltete sich ähnlich. Auch hier wieder die nach über der Hälfte gespielter Zeit die Führung durch die Gastgeber. Selbst ein Überzahlspiel konnte die Bayern nicht zum erneuten Ausgleich verhelfen. Erst 30 Sekunden vor dem zweiten Abpfiff gelang der erneute Ausgleich zum 2:2 durch Andreas Finkenzeller.

Die Spannung kam mit dem letzten Spielabschnitt. Hier ließen die Rennsteiger nur 42 Sekunden auf die erneute Führung warten. Bereits sieben Sekunden später glich Finkenzeller jedoch bereits wieder aus. Im nun schnelleren Spiel erzielten zur Hälfte des dritten Spielabschnittes erstmals die Donau-Floorballer durch Roger einen Führungstreffer. Doch konnten auch die Gastgeber noch zu einem letzten Tor ansetzen und so endete die offizielle Spielzeit mit einem 4:4 Endstand.

Somit hatten beide Mannschaften bereits einen Punkt für sich gesichert. In der anstehenden Verlängerung, welche mit einem „Sudden Death“ endete, konnten die Donau-Floorballer in der siebten Spielminute durch Finkenzeller nach Vorlage von Fabian Müller ihren fünften Torerfolg feiern und einen weiteren Punkt mit nach Hause nehmen.
Für den zweiten Tabellenplatz nach Abschluss der Vorrunde reichte dieser Sieg in Overtime allerdings nicht mehr aus. Punktgleich mit den Igels aus Dresden aber einem schlechteren Torverhältnis rutscht Donau-Floorball Ingolstadt/Nordheim auf den dritten Tabellenplatz.

Die Rückrunde beginnt bereits noch vor Weihnachten mit einem Heimspiel am 17.12.2017 um 16.00 Uhr gegen Leipzig in der Paul-Wegmann-Halle in Ingolstadt. (stse)

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