Das Unmögliche möglich gemacht

Floorball: Die U17 der Donau Floorballer Ingolstadt/Nordheim werden in Mellensee Deutscher Meister 2018. Ohne Niederlage holt das Team die zweite Meisterschaft in Folge an die Donau.

Mellensee/Donauwörth

Als süddeutscher Vizemeister (wir berichteten) starteten die Donau Floorballer nicht als Favoriten in das Turnier um die U17 Kleinfeld Meisterschaft in Mellensee nahe Berlin, besiegten aber in einem spannenden Finale den Dauerrivalen vom VFL Red Hocks Kaufering mit 9:8 und gewannen so die zweite Deutsche Meisterschaft in Folge.

Wie bereits in der süddeutschen Meisterschaft waren beide Finalisten bis zum letzten Spiel des Turniers ungeschlagen.

Als Einstieg in die Deutsche Meisterschaft konnte der erste Sieg gegen die Unihockey Igels Dresden für die Donau Floorballer verbucht werden. Selbstsicher und entsprechend torgefährlich führte das Team aus Bayern nach knapp 10 Minuten Spielzeit bereits mit einem 5:2 Vorsprung. Das erste Überzahlspiel nutzen die Dresdner anschließend gekonnt aus und verkürzten innerhalb von einer Minuten zum Pausenstand von 5:6. Nach der Pause fanden die Floorballer von der Donau wieder zu ihrer Spielstärke zurück und bauten den Vorsprung konsequent weiter aus. Ein einziger Treffer der Igels aus Dresden in den letzten Sekunden führte zum Endstand von 10:6 im ersten Gruppenspiel. Im zweiten Spiel setzte sich das Team von der Donau mit 14:2 Toren souverän gegen die Tetenbulls aus dem Norden durch und waren somit bereits vor dem letzten Spiel der Gruppenphase sicher für das Halbfinale am nächsten Tag qualifiziert. Im letzten Spiel der Gruppe B ging es somit um die Platzierung innerhalb der Gruppe. Der Gegner,die Dragons vom SSF Bonn, hatten ebenfalls ihre beiden vorherigen Gruppenspiele gewonnen. Mit dem Endstand von 9:6 zogen die Donau Floorballer nach einem temporeichen und teils hitzigen Spiels als Gruppenerster ins Halbfinale ein. In Gruppe A setzte sich der zweite bayerische Teilnehmer die VFL Red Hocks Kaufering ebenfalls ungeschlagen an die Tabellenspitze.

In den Halbfinalspielen kam es am Sonntag zu den Begegnungen VFL Red Hocks Kaufering gegen SSF Dragons Bonn und Donau Floorball Ingolstadt/Nordheim gegen den Gettorfer TV. Während die Bonner zur Halbzeit im ersten Halbfinale gegen die Kauferinger führten, dominierte die zweite Hälfte des Spiels Kaufering deutlich und zog mit einem Endstand von 7:4 ins Finale ein.

Die Donau Floorballer bauten im Halbfinale von Beginn an einen hohen Druck aufs gegnerische Tor auf und vereitelte Angriffe der Gettorfer gekonnt. Wiederholt führten Stöckschläge des Ingolstadt/Nordheim Teams in der zweiten Spielhälfte zu Zeitstrafen, welche die Gettorfer erfolgreich nutzen, um die zwischenzeitliche 7:2 Führung der Donau Floorballer zu verkürzen. Zum Ende der Partie sicherten sich die Donau Floorballer jedoch siegreich mit 10:8 Toren den Platz im Finale.

Der verdiente Einzug ins Finale war bereits ein großer Erfolg, mit welchem der letztjährige U15 Deutscher Meister vor Beginn des Turniers noch nicht gerechnet hat. Dementsprechend schienen die Rollen zu Beginn des Endspiels auch klar zugeordnet zu sein. In den letzten beiden Begegnungen zwischen den Finalisten gingen jeweils die Red Hocks Kaufering siegreich und mit zwei Meistertiteln, zunächst dem Bayerischen Meister und im Anschluss dem süddeutschen Meister, aus den Partien hervor.

Die Anspannung war bereits beim Erheben für die Nationalhymne bei Spielern und mitgereisten Familien und Fans gleichermaßen zu spüren. In der anschließenden temporeichen Partie konnten die Kauferinger in der achten Minuten durch Wipfler erstmals zum Torjubel ansetzen. Der Ausgleich durch Sedelmeier ließ weitere fünf Minuten auf sich warten. Angespornt durch ein Überzahlspiel führten die Kauferinger durch Wipfler, Eckebrecht und Falkenberger innerhalb von zwei Spielminuten mit drei Treffern Vorsprung. In der 18. Spielminute wurde eine Torsituation der Donau Floorballer durch Sperren verhindert.
Folgerichtig sprachen die Schiedsrichter einen Penalty aus, welchen Ridinger zum 4:2 Treffer verwandelte. In der letzten Minute der ersten Halbzeit baute Eckebrecht die Führung nochmals für Kauferinger aus. In der zweiten Spielhälfte drehten sich das Spielgeschehen zunächst komplett. Das Duo Roger/Sedelmeier glich mit drei Treffern innerhalb von 1,5 Minuten zum 5:5 aus. 20 Sekunden später schoss Hüller die Donau Floorballer erstmals in Führung. Die anschließende Strafzeit des Kauferingers Rieß führte die Donau Floorballer hingegen zu keinem weiteren Torerfolg. Vielmehr nutze Rieß den Ablauf seiner Strafzeit, zur überraschenden Balleroberung und schnellem Ausgleich. ,
Im weiteren Verlauf schossen beide Teams jeweils noch zwei Tore. Die letzte Strafminute für die Kauferinger verhalf den Donau Floorballern zum Siegestreffer durch Roger nach Vorlage von Bachmann. In den noch ausstehenden 1,5 Spielminuten versuchten die Red Hocks aus Kaufering verzweifelt das Ergebnis zu nochmals zu ihren Gunsten zu drehen. Auch das Ersetzen des Torhüters durch einen weiteren Feldspieler führte die Kauferinger nicht zum erwünschten Erfolg. In den verbliebenen letzten Sekunden zeigte Schneider im Tor der Donau Floorballer Nervenstärke und hielt durch starke Paraden den Kasten sauber.

Mit Schlusssirene war die Sensation perfekt und die Freude über das gewonnene Finale mit einem Endstand von 9:8 auf Seiten der Donau Floorballer aus Ingolstadt/Nordheim groß.

 

Zu den Spielberichten geht es hier:

Text: Stephanie Sedelmeier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.